Nailart Contest 2010
Messen 2010
Messen 2010

Mischen von Systemen

Das Mischen von Systemen ist im modernen Nagelstudio mittlerweile Alltag.
Die Vorteile des einen Systems erleichtern die Arbeit mit der Modellage eines anderen Systems und ermöglichen dadurch ein schnelleres und effizienteres Arbeiten am Tisch.
Die Pulver-/Flüssigkeitsmethode gewinnt in Deutschland immer mehr an Bedeutung. Durch den sehr dünnen Produktauftrag und das exakte Erscheinungsbild der fertigen Modellage sind Kunden schnell von der Arbeitsweise überzeugt.
Doch sind einige Hinweise bei der Verarbeitung und den Trageeigenschaften des Pulver-/Flüssigkeitssystems zu beachten, die man auch dem Kunden mitteilen sollte.
Die Produktalterung beim Pulver-/Flüssigkeitssystem erfordert, daß der Kunde die Modellage regelmäßig ölt. Da durch den Alterungsprozess des Materials dieses unter Umständen porös werden kann und dadurch Feuchtigkeit auf die Nagelplatte eindringt, ist das regelmäßige Einölen und Polieren der Modellage ein Punkt, den die Kundin wissen sollte.
Viele Naildesigner überziehen aus diesem Grund die Modellage mit einem Schutzlack, der das Eindringen von Feuchtigkeit verhindert. Wenn aber die Kundin die Modellage mti Farblack überzieht und diesen mit Lackentferner später abnimmt, wird der Schutzlack mit entfernt, was wiederum zum Eindringen von Feuchtigkeit führen kann.

 

Lösung:

Der Naturnagel wird wie gewohnt vorbereitet. Anschließend wird die Schablone angesetzt.

Die freie Nagelspitze wird mit Frenchpulver modelliert und der Smily geformt. Im Anschluß an die modellierte Nagelspitze wird klares Material über den Stresspunkt der Modellage gearbeitet.
Wenn das Modellagematerial etwas ausgehärtet ist und der Klopftest mit einem hellen Ton die Festigkeit bestätigt, wird die Statik der Modellage durch Pinchen unterstützt. Hierbei wird die Modellage von der Matrix aus zwischen Daumen und Zeigefinger geformt oder eine Pinchpinzette zur Hilfe genommen.
Nach dem Abnehmen der Schablone wird die Modellage nochmals geformt.
Als nächstes erfolgt die Befeilung der Seitenlinien und Form und abschließend die Glättung der Modellage mit immer feiner gekörnten Schleifblöcken um etwaige Unebenheiten des Materials auszugleichen.
Wenn die Oberfläche richtig glatt ist, würde jetzt das Aufpolieren folgen.
Jedoch wird statt dessen die Modellage mit einem Versiegelungsgel überzogen und ausgehärtet. Hierbei spart man nicht nur die Arbeitszeit des Aufpolierens, die Modellage erhält auch einen schönen Glanz. Und: die Produktalterung und das etwaige Eindringen von Flüssigkeit kann gänzlich ausgeschlossen werden.

Sie können selbstverständlich auch eine Frenchmodellage in der Art modellieren, daß Sie die Spitze mit Pulver-/Flüssigkeitssystem arbeiten und den Aufbau mit UV Gel modelliern um die klare Abgrenzung eines Acryl-Smilies mit dem Vorteil einer flexiblen Gelmodellage zu verbinden oder auch andersrum - Frenchspitze mit UV-Gel (was für manche Naildesigner einfacher zu arbeiten ist als Pulver-/Flüssigkeit) und den Aufbau mit Pulver-/Flüssigkeitssystem.
Selbstverständlich können Sie auch Ihre gewohnte UV Gel Modellage arbeiten und dreidimensionales Nailart aus Pulver-/Flüssigkeitssystem mit einarbeiten... Sie sehen, Ihren Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt!

 



Auszugsweise aus Profnail 7/06 - mit freundlicher Genehmigung von Terry Malon